
Das Bewerbungsverfahren für die Generalplanung der Multifunktionsarena neben dem Waldstadion läuft bislang zur Zufriedenheit der Sportpark Stadion Frankfurt GmbH. Das teilte Moritz Schneider, Geschäftsführer der städtischen Gesellschaft, die das Projekt verantwortet, auf Anfrage der F.A.Z. mit. Das Vergabeverfahren läuft demnach seit Februar, 180 Unternehmen hätten nach der gesetzlich vorgeschriebenen Bekanntmachung im EU-Amtsblatt sowie der Hessischen Ausschreibungsdatenbank ihr Interesse signalisiert. Darunter seien wie erhofft viele renommierte Büros, auch aus dem Ausland. Das könne als Indiz dafür gewertet werden, dass Frankfurt mit dem Vorhaben richtigliege und eine Marktlücke füllen werde.
Aus dem Kreis der Interessenten wurden gemäß Vergabeverordnung drei bis fünf Bieter ausgewählt. Sie sind aufgefordert, bis Ende Mai ihre Angebote zu unterbreiten. Anschließend soll bis Ende Juli der Auftrag für die Generalplanung der Multifunktionsarena erteilt werden.
Die Halle soll auf dem Gebiet des heutigen Stadionparkplatzes P9 entstehen und mehr 15.000 Besuchern Platz bieten. Genutzt werden soll sie sowohl für Sportveranstaltungen, vor allem der Basketballer der Skyliners sowie der Eishockeymannschaft der Löwen, als auch für große Konzerte oder Kongresse. 2022 hatte die Stadtverordnetenversammlung dazu einen Grundsatzbeschluss gefasst.
Die Generalplanung umfasst Aufgaben wie Objektplanung, Tragwerksplanung und technische Ausrüstung des Hallenbaus. Außerdem gehört die Weiterentwicklung der 2024 erstellten Machbarkeitsstudie samt der Klärung grundlegender planungs- und bauordnungsrechtlicher Rahmenbedingungen zu den Pflichten des Generalplaners. Die Entwicklung einer Gebäudearchitektur oder die Fassadengestaltung sind ausdrücklich erst in einer späteren Phase Gegenstand weiterer Ausschreibungsverfahren.
Vier Stellen im Mobilitätsdezernat geschaffen
Zudem strebt die Sportpark Stadion GmbH an, die Genehmigungen für einen Ersatzparkplatz zu erhalten, auf dem künftig an Spieltagen Fanbusse abgestellt werden können. Dieser soll zwischen dem Stadion und der Eintracht-Geschäftsstelle entstehen und ist Voraussetzung für den Beginn von Bauarbeiten auf dem entfallenden Parkplatz P9.
Noch offen ist der Zeitplan für den Bau der Halle. Geplant war eine Fertigstellung bis 2030, was nach F.A.Z.-Informationen von Beteiligten mittlerweile als zu ambitioniert eingeschätzt wird.
