Die Discounter-Kette Mäc Geiz hat Insolvenz angemeldet. Die Mäc Geiz Handelsgesellschaft mbH habe beim Amtsgericht Halle (Saale) einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt, berichtete die Wirtschaftswoche. Demnach sei auch die für die Verwaltung zuständige MTH Retail Services (Germany) GmbH betroffen. Der Rechtsanwalt Lucas Flöther sei zum vorläufigen Sachwalter bestellt worden.
Vorerst soll der Geschäftsbetrieb in den rund 180 Filialen weiterlaufen. Es sei jedoch aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage nötig, sich grundlegend neu aufzustellen, teilte Mäc Geiz mit. Dazu gehörten auch die Schließung von Geschäften. Daher sollten alle Standorte hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Situation und Profitabilität überprüft werden. Welche Filialen letztendlich betroffen sein werden, ist daher noch unklar. Die Beschäftigten sollen für drei Monate Insolvenzgeld erhalten.
Der Konzern begründete den Schritt in die Insolvenz vor allem mit der anhaltenden Konsumzurückhaltung der Verbrauchenden, steigenden Lebenshaltungskosten sowie wirtschaftlichen Unsicherheiten. Auch die Kündigung der Warenkreditversicherung durch das Unternehmen Markant sei ein Problem. Eine Warenkreditversicherung sichert Unternehmen gegen Forderungsausfälle aus Warenlieferungen und Dienstleistungen ab und schützt so den Geldfluss des Unternehmens.
Der Nonfood-Discounter Mäc Geiz hatte erst kürzlich den Besitzer gewechselt und wurde im Februar 2026 von der Kodi Beteiligungs GmbH übernommen. Der Einzelhändler Kodi, der sich selbst als Haushaltsdiscounter bezeichnet, hat seinen Firmensitz in Oberhausen. Das Unternehmen betreibt 150 Filialen in westdeutschen Bundesländern, die meisten in Nordrhein-Westfalen. Mäc Geiz hat seinen Sitz in Landsberg in Sachsen-Anhalt.
