Im philippinischen Parlament ist der Weg frei für ein Amtsenthebungsverfahren gegen die Vizepräsidentin des Landes, Sara Duterte. Ein entsprechender Antrag erhielt die Mehrheit im Repräsentantenhaus des Parlaments; 255 Abgeordnete stimmten für den Antrag, 26 dagegen, neun enthielten sich. Duterte ist die Tochter des früheren Präsidenten der Philippinen, Rodrigo Duterte.
Im nächsten Schritt wird das Verfahren nun an den Senat weitergeleitet. Dieser fungiert als Gericht und muss ein Urteil über die Anklagepunkte des Repräsentantenhauses fällen.
Sara Duterte wird unter anderem vorgeworfen, staatliche Gelder missbräuchlich genutzt zu haben. Ein Streit über den Missbrauch von Geldern war bereits im November 2024 eskaliert. Damals hatte sie dem Präsidenten Ferdinand Marcos Jr. und weiteren Personen den Tod angedroht, sollte ihr etwas zustoßen. Auch die Morddrohungen sind Teil des Amtsenthebungsverfahrens.
Auf Facebook schrieb Duterte damals, sie sei mit einer Person in Kontakt, die bereit sei, Marcos Jr. und seine Ehefrau sowie einen Cousin – den damaligen Sprecher des Repräsentantenhauses –, umzubringen, sollte sie selbst getötet werden. Dies sei »kein Witz«. Vorausgegangen waren Drohungen gegen die Vizepräsidentin.
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