Die Bundesregierung blickt kritisch auf die jüngsten Äußerungen Wladimir Putins hinsichtlich eines möglichen Kriegsendes. Man habe die Worte des russischen Präsidenten zur Kenntnis genommen, zitierten die Nachrichtenagenturen Reuters und dpa übereinstimmend aus Regierungskreisen. Diese reihten sich ein in eine Serie von Scheinangeboten und seien Teil der bekannten hybriden Strategie Russlands. »Deutschland und Europa lassen sich dadurch aber nicht spalten«, zitierte die dpa aus der Regierung.

Putin hatte zuletzt direkte Gespräche mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Aussicht gestellt und gesagt, der Krieg in der Ukraine neige »sich dem Ende zu«. Zudem brachte Putin den früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) als möglichen Vermittler ins Gespräch. »Von allen europäischen Politikern« bevorzuge er Schröder, sagte Putin. Die beiden gelten seit Schröders Amtszeit (1998 bis 2005) als befreundet.

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