Dieser Artikel ist Teil von ZEIT am Wochenende, Ausgabe 19/2026.
»Ich finde es eigentlich ganz schön, nicht so viel Stress zu haben.« Das war viele Jahre lang mein Standardsatz, wenn ich meinte, erklären zu müssen, warum ich nach der Geburt meiner Kinder in Teilzeit arbeitete und mein Mann in Vollzeit – bis heute in Deutschland ein Klassiker. Individuelle Erklärungen für diese Aufteilung findet jedes Paar, das man fragt. Hat dann irgendwie doch besser gepasst. Jede Frau, die Mutter geworden ist, könnte man nachts aus dem Schlaf reißen und sie könnte eine Rechtfertigung für ihre privaten Lebensentscheidungen im Schlaf runterbeten.
