Nur etwa jede dritte Mutter mit einem Kind unter drei Jahren ist erwerbstätig. Ja, warum bloß? Lena Hipp erforscht, wie Arbeit, Sorgeverpflichtungen und soziale Ungleichheit zusammenhängen. Hier erklärt sie, wo wir bei der Gleichberechtigung stehen und warum erfolgreiche Frauen es schwerer haben, einen Partner zu finden.
DIE ZEIT: Frau Hipp, Sie sind Mutter dreier Töchter im Schulalter. Was glauben Sie – werden die drei einmal in einer Welt leben, in der Geschlechterungleichheiten weniger ausgeprägt sind als heute?
Lena Hipp: Wenn ich mir anschaue, in welchem Tempo die Gleichberechtigung bislang voranschreitet, muss ich davon ausgehen, dass auch ihre Zukunft noch von Geschlechterungleichheiten gekennzeichnet sein wird. Ich bin jedoch optimistisch, dass es weniger sein werden als heute.
