In Syrien ist ein ehemaliger General festgenommen worden,
der an einem Chemiewaffenangriff im Jahr 2013 nahe der Hauptstadt Damaskus beteiligt
gewesen sein soll. Laut dem syrischen Innenministerium handelt es sich bei dem Verdächtigen
um Chardal Ahmed D., einen früheren Brigadegeneral und ehemaligen Leiter der
Abteilung des Luftwaffengeheimdienstes in der Stadt Daraa.

Das Ministerium warf dem Mann vor, an »chemischen
Angriffen während seines Dienstes in der Damaskus-Abteilung und seiner Präsenz
im Gebiet von Harasta« beteiligt gewesen zu sein. Er habe »repressive Einsätze
überwacht« und »den Beschuss von Ost-Ghuta mit international verbotenen
Chemiewaffen« koordiniert.

Bei dem Giftgasangriff während des Syrienkrieges waren etwa
1.400 Menschen getötet worden. Die damalige US-Regierung unter Präsident Barack
Obama hatte in Reaktion darauf mit einem Militärschlag gedroht, diesen aber
nicht umgesetzt. Westliche Staaten machten die Regierung des damaligen
Machthabers Baschar al-Assad für den Chemiewaffeneinsatz verantwortlich, die
syrische Führung hingegen die bewaffneten Aufständischen.

Der langjährige Diktator Assad wurde im Dezember 2024 von
Kämpfern unter Leitung der islamistischen HTS-Miliz gestürzt und floh nach Russland. Deren ehemaliger
Anführer Ahmed al-Scharaa führt nun die syrische Übergangsregierung an.