Unionsfraktionschef Jens Spahn hat den Vorwurf zurückgewiesen, er wolle die Union zur AfD öffnen. »Wer solche Gruselerzählungen am Leben hält, erweist einzig der AfD einen Dienst«, sagte der CDU-Politiker der Rheinischen Post. Mit ihm werde es keine Zusammenarbeit mit »dieser AfD« geben.

Im Bundestag setze er sich regelmäßig hart mit der AfD auseinander, sagte Spahn. »Dafür muss man nicht links sein.« Zwischen »einem christdemokratischen Liberalkonservatismus und dem rechten Populismus und Extremismus der AfD« gebe es fundamentale Unterschiede.

Spahn sah sich in der Vergangenheit wiederholt dem Vorwurf ausgesetzt, er wolle die AfD normalisieren und eine engere Kooperation zwischen AfD und Union ermöglichen. Nach der vorgezogenen Bundestagswahl hatte sich Spahn im April 2025 dafür ausgesprochen, mit der AfD künftig so umzugehen wie mit jeder anderen Oppositionspartei. Seine Äußerungen lösten eine heftige mediale und politische Debatte aus.