Im Fall des Erpressungsversuchs gegen
den Babynahrungshersteller Hipp haben österreichische Ermittler einen
Verdächtigen festgenommen. Wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Eisenstadt der Nachrichtenagentur dpa sagte, handelt es sich bei dem Verdächtigen um einen 39-jährigen Mann.
Ein Unbekannter hatte versucht, den Babykosthersteller mit Rattengift in Babynahrung zu erpressen. Nach Angaben der Polizei wurden in Österreich, Tschechien und der Slowakei fünf manipulierte Babynahrungsgläser entdeckt, die Laboruntersuchungen zufolge Rattengift enthielten. Ein
weiteres Glas wurde im österreichischen Burgenland zuletzt noch gesucht.
Sortiment in Deutschland war nicht betroffen
Nach Angaben des Unternehmens war das deutsche Sortiment von dem Erpressungsversuch nicht betroffen. Demnach war die Erpressungsnachricht am 27. März per E-Mail an ein Sammelpostfach für Anfragen aus dem Ausland geschickt worden. Das Postfach sei eines, das nur alle zwei
bis drei Wochen kontrolliert werde, wie die österreichische Zeitung Die Presse nach Aussagen von Geschäftsführer Stefan Hipp berichtete.
Betroffene Handelspartner in Tschechien und der Slowakei hatten nach Unternehmensangaben alle Hipp-Babygläschen infolge des Erpressungsversuchs aus dem Verkauf genommen. Hipp rief auch alle Babykostgläschen zurück, die bei Spar Österreich
gekauft wurden. Vorsorglich, präventiv und ohne Verdachtsmomente haben auch die Rewe-Gruppe in Österreich Hipp-Produkte bei Bipa, Billa, Billa Plus und Adeg sowie die Drogeriemarktkette dm die Gläschen vorerst aus dem Verkauf genommen.
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