Die Soziologin Jutta Allmendinger kann sich nach eigenen Angaben vorstellen, als Bundespräsidentin zu kandidieren – hält dieses Ansinnen aber für aussichtslos. »Das ist vollkommen unwahrscheinlich. Aber vorstellen kann ich mir das natürlich«, beantwortete sie eine entsprechende Frage der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Zu den Spekulationen über ihre Kandidatur sagte die 69-Jährige: »Ich freue mich darüber, weil es eine große Wertschätzung ist. Sonst wäre mein Name nicht in der Diskussion.«
Die Amtszeit von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier endet im kommenden Jahr. Die Diskussion über seine Nachfolge läuft daher bereits. Dabei gibt es viele Stimmen, die sich dafür aussprechen, dass es erstmals ein weibliches Staatsoberhaupt geben solle. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat dafür plädiert. Als weitere Namen werden neben Allmendinger auch Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) und die frühere Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) genannt.
Allmendinger schloss sich den Forderungen nach einem weiblichen Staatsoberhaupt an: »Es wird eine Frau. Punkt. Ansonsten gehen wir alle auf die Straße.« Die Wissenschaftlerin ist unter anderem seit 2007 Professorin für Bildungssoziologie und Arbeitsmarktforschung an der Berliner Humboldt-Universität und war bis 2024 Präsidentin des renommierten Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB). Sie gehört auch dem Deutschen Ethikrat an.
Transparenzhinweis: Jutta Allmendinger ist Mitglied im fünfköpfigen Herausgeberrat der ZEIT.
