Der Ölpreis hat zwischenzeitlich den höchsten Stand seit 2022 erreicht. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete mehr als 119 US-Dollar, ein Barrel der US-Sorte WTI mehr als 107 US-Dollar. Beide Sorten verteuerten sich um mehr als sieben Prozent.
Auslöser sind Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran und die Sorge vor einer monatelangen Blockade der Straße von Hormus, einer der wichtigsten Routen für den globalen Öl- und Gashandel.
Trump erwägt nach Angaben aus US-Regierungskreisen eine monatelange Blockade iranischer Häfen, um den Iran zur Aufgabe seines Atomprogramms zu zwingen. Dem Portal Axios sagte Trump, er sei gegen eine Öffnung der Meeresenge, solange es keine Einigung über das iranische Nuklearprogramm gebe. Die iranische Führung hatte zuvor angeboten, die Meerenge zu öffnen und anschließend über das Atomprogramm zu verhandeln.
Kurz vor dem Anstieg des Ölpreises hatte Trump in einem Social-Media-Beitrag auch persönlich neue Drohungen gegen den Iran ausgesprochen. »Der Iran bekommt es nicht auf die Reihe. Sie wissen nicht, wie man einen Anti-Atomwaffen-Deal abschließt. Sie sollten sich lieber bald schlaumachen!«, schrieb er auf seiner Online-Plattform. Darunter veröffentlichte er eine Darstellung seiner selbst mit einem Sturmgewehr in der Hand vor dem Hintergrund einer in mehreren Explosionen aufgehenden Wüstenlandschaft.
