Das Einchecken an deutschen Flughäfen soll für Reisende künftig vollständig digital möglich sein. »Wir machen den Check-in-Prozess am Flughafen effizienter, reduzieren Wartezeiten spürbar und ermöglichen eine durchgängige digitale und sichere Abfertigung – auf freiwilliger Basis«, sagte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.
Der entsprechende Gesetzentwurf soll an diesem Mittwoch vom Bundeskabinett verabschiedet werden. Zur Hauptreisezeit im Sommer sollen die Änderungen bereits gelten.
Luftfahrtunternehmen wird dem Gesetzentwurf zufolge ermöglicht, Daten aus Reisepässen oder Personalausweisen insbesondere durch deren Chip auszulesen und für digitale Check-ins zu nutzen. Derzeit läuft die Flugabfertigung im Wesentlichen manuell ab. Es gibt zwar bereits digitalisierte Prozesse, aber die Abfertigung funktioniert bisher nicht komplett ohne Anstellen an Schaltern. Künftig soll die digitale Reisekette durchgängig funktionieren. Die klassische Abfertigung bleibt aber weiterhin möglich.
Schnieder sagte, Reisende und Wirtschaft profitierten gleichermaßen. Pro Jahr gebe es rund 1,1 Millionen Stunden weniger Wartezeit, hinzu komme eine Entlastung von etwa 63 Millionen Euro jährlich. Auch personelle Engpässe in der Hauptreisezeit könnten so vermieden werden, weil beim Boarding am Gate weniger Personal benötigt werde.
