Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen,
hat die im Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) vorgesehene Teilkrankschreibung abgelehnt. Die KBV halte das für »einen absurden Ansatz«, sagte Gassen der Rheinischen Post. Die Ministerin plant, dass Ärzte bei Versicherten in Zukunft eine Teilarbeitsunfähigkeit für 25, 50 oder 75 Prozent der
regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit feststellen können.
»Alle sprechen von Entbürokratisierung, diese Regelung wäre das genaue Gegenteil«, sagte Gassen. Für eine Teilkrankschreibung müssten Ärztinnen und Ärzte demnach eine Art Gutachten erstellen und dafür viele Details des
Arbeitsverhältnisses beleuchten. Die genaue Kenntnis von Arbeitsplatz
und Arbeitsumständen wäre dafür notwendig.
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