Angesichts steigender Preise infolge des Irankrieges und Sorgen vor einer schwachen Konjunktur geht die Kauflaune in Deutschland weiter zurück. Nach der aktuellen Studie der Institute NIM und GfK sinkt das Konsumklima für Mai um 5,2 auf minus 33,3 Punkte und erreicht damit den
tiefsten Stand seit Februar 2023.
Die Verbraucher blickten sowohl auf ihre künftige finanzielle Lage als auch auf die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung deutlich skeptischer, teilten die Marktforscher des NIM mit. Diplom-Volkswirt Rolf Bürkl sagte: »Die Einkommenserwartungen brechen infolge der gestiegenen Inflation regelrecht ein.« Entsprechend fiel auch dieses Teilbarometer auf den tiefsten Wert seit Februar 2023. »Und vor diesem Hintergrund erachten die Menschen auch den Zeitpunkt für größere Anschaffungen derzeit als weniger günstig«, sagte Bürkl.
Die Bereitschaft, Geld für größere Anschaffungen auszugeben, nahm zum dritten Mal in Folge ab und erreichte den tiefsten Stand seit zwei Jahren. Gleichzeitig ist bei den Verbrauchern die Neigung zum Sparen leicht zurückgegangen.
Auch das Geschäftsklima sank zuletzt
Für die monatliche Studie zum Konsumklima werden im Auftrag der EU-Kommission jeweils 2.000 Personen befragt. Der Erhebungszeitraum der jüngsten Studie lag zwischen dem 2. und 13. April.
Ähnlich wie beim Konsumklima ist auch die Stimmung in den deutschen Unternehmen gedämpft. Das ifo-Geschäftsklima sank im April um 1,9 Punkte auf 84,4 Zähler, wie das Münchner ifo Institut nach seiner Umfrage unter rund 9.000 Führungskräften mitteilte. Damit erreicht der Index den niedrigsten Stand seit Mai 2020 – damals litt die Wirtschaft noch unter den Folgen der Coronapandemie.
