Die Menschen in Sachsen-Anhalt sind nach Überzeugung der Landessynode der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) bei der Landtagswahl am 6. September zu einer «klaren Positionierung verpflichtet». Wo Würde und Gleichwertigkeit von Menschen in politischen Programmen mit Abwertung und Ausgrenzung beschädigt werden, müsse gehandelt werden, wie die EKM zum Abschluss der Synode in Erfurt (Thüringen) mitteilte.
Die Gemeinden seien aufgerufen, sich intensiv damit zu beschäftigen, was wäre, wenn populistische und rechtsextreme Parteien in Regierungsverantwortung kommen würden, hieß es. «Als Christinnen und Christen in der EKM stehen wir für Nächstenliebe und Zusammenhalt in unserer Gesellschaft, für Vertrauen und echte Verständigungsbereitschaft zwischen allen Menschen», hieß es in einer Mitteilung. Die EKM umfasst Gebiete in Thüringen und Sachsen‑Anhalt.
Die Landessynode besteht den Angaben nach aus 84 gewählten, berufenen und solchen Mitgliedern, die ihr von Amts wegen angehören. Zu den Aufgaben der Synodalen gehören unter anderem die Kirchengesetzgebung und der Beschluss über den Haushaltsplan; die Synode nimmt Berichte des Landesbischofs, des Landeskirchenrates und des Landeskirchenamtes entgegen und kann ihnen Aufträge erteilen. Die Landessynode tritt in der Regel zweimal im Jahr zu mehrtägigen Sitzungen zusammen.
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