Im Kampf um den FDP-Bundesvorsitz hat der nordrhein-westfälische FDP-Vorsitzende Henning Höne Rückenwind von seinem Landesverband bekommen. Der 39-Jährige wurde vom Parteitag in Duisburg mit knapp 84,5 Prozent als Landeschef wiedergewählt – Enthaltungen zählt die Partei nach eigenen Angaben mit. Es war sein bisher bestes Ergebnis bei einer Vorstandswahl im größten FDP-Landesverband. Einen Gegenkandidaten hatte Höne nicht.
Höne will auch Bundesvorsitzender der existenzbedrohten FDP werden. Ende Mai tritt er bei einem Bundesparteitag in Berlin gegen den bundesweit bekannten Wolfgang Kubicki an. Höne ist wie der 74-jährige Kubicki stellvertretender Bundeschef der FDP, aber im Gegensatz zu seinem prominenten Rivalen ziemlich unbekannt.
Zuvor hatte Höne in seiner Bewerbungsrede vor einem innerparteilichen Machtkampf gewarnt. Sowohl er als auch Kubicki kandidierten für das Comeback der FDP.
Ein Jahr vor der Landtagswahl in NRW im April 2027 stärkten die Delegierten Höne mit dem Votum auch den Rücken für einen schwierigen Wahlkampf. Im bevölkerungsreichsten Bundesland müssen die Liberalen Umfragen zufolge um den Wiedereinzug in den Landtag bangen.
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