Westwing coming soon
Eine der in Europa führenden Plattformen für Möbel, Design und Wohnaccessoires, Westwing, wird im Juni ein Ladengeschäft im Bankenviertel eröffnen. Bisher betreibt der Onlinehändler, der 2011 gegründet wurde und in München seinen Hauptsitz hat, fünf eigene Geschäfte, zudem vier Shop-in-Shop-Flächen bei Partnern wie etwa Breuninger. In Frankfurt zieht Westwing in eine exponierte Lage, an die Ecke Kaiserstraße/Neue Mainzer. Vormieter war hier auf 320 Quadratmetern das Einrichtungshaus Torquato, das mit der Kundenfrequenz allerdings nicht zufrieden war. Westwing ist zugleich Händler wie Hersteller. Knapp zwei Drittel seines Umsatzes macht das Unternehmen mit seiner Eigenmarke für Möbel, Textilien, Teppiche, Leuchten, Küchen- und Wohnaccessoires: Westwing Collection. Diese vor allem, neben Mitnahme-Artikeln auch größere Möbelstücke, werden nach Westwing-Angaben in der Frankfurter Filiale gezeigt, ebenso ausgewählte Drittmarken. Artikel von mehr als 900 Partnern habe man im Programm. Das Unternehmen, bei dem Kunden auch eine Einrichtungsberatung zu Hause buchen können, ist über seine Reichweite in den sozialen Medien groß geworden, mehr als 8,6 Millionen Follower hat Westwing auf Instagram. Inzwischen ist der Onlinehändler mit 1200 Mitarbeitern in 23 europäischen Ländern aktiv, bei einem Jahresumsatz von zuletzt 449 Millionen Euro. Seit Oktober 2018 ist Westwing an der Frankfurter Börse gelistet.

Neueröffnung bei Nespresso
Zwei Jahre ist es her, dass Nespresso, der Experte für Kaffeemaschinen und Kaffeekapseln aus der Schweiz, seine Boutique am Rathenauplatz aufgegeben hat. In der Nachbarschaft wurde gebaut, und der Mietvertrag sei ausgelaufen, hieß es. Interimsmäßig zogen die Schweizer in den ehemaligen Tesla-Schauraum an die Große Bockheimer Straße, besser bekannt als Freßgass`. In dieser Woche hat Nespresso nun seinen endgültigen Standort in einem Neubau an dieser Einkaufs- und Ausgehstraße bezogen. Die Aachener Grundvermögen Kapitalverwaltungsgesellschaft hatte das Geschäftshaus nach einem Abriss des Vorgängergebäudes neben dem Apple-Store hochziehen lassen. Nespresso verkauft hier in einem weit nach hinten verlaufenden Verkaufsraum auf 160 Quadratmetern, in dem es auch eine große Kaffeebar gibt. Neu ist eine Außenterrasse. Ein Nachbar, die Pizzeria-Kette „60 seconds to napoli“ ist im hinteren Teil des Neubaus, zur Meisengasse hin, eingezogen. Nachbar von Nespresso wird die Parfümeriekette Douglas, die bislang in einer kleinen Filiale auf der gegenüberliegenden Straßenseite zu finden ist und hier größer aufschlagen will, wie eine Mitarbeiterin erzählt. Damit stehen an der Seite der Straße demnächst mehrere Flächen frei. Unter anderen ist das Kindergeschäft Petit Bateau ausgezogen.
Swatch am Steinweg

Auch der Schweizer Uhrenhersteller Swatch, der von der Hauptwache an den Roßmarkt, auf eine deutlich weniger prominente Fläche umgezogen war, hat den Interimsstandort wieder verlassen. Am Steinweg ist Swatch auf die Fläche der Schmuckmarke Thomas Sabo gezogen, die im vergangenen Jahr mit ihrem Geschäft an den Roßmarkt gewechselt war. Swatch zeigt seine Modelle und Sonderkollektionen, unter diesen die Bestseller-Reihe Moon-Swatch, fortan auf 60 farbenfrohen Quadratmetern. Auffällig ist ein großes Kampagnenmotiv über dem Eingang.
Haghnazari beim Opernplatz
An der viel befahrenen Hochstraße kommen Fußgänger nur selten vorbei. Das ist schade, weil es hier noch viele individuelle Geschäfte gibt. Jüngster Neuzugang ist das Teppichgeschäft Haghnazari, das im Komplex Opernplatz XIV, in dem auch das Fünf-Sterne-Hotel Sofitel untergebracht ist, einen Schauraum eröffnet hat. Vorher war hier ein Immobilienbüro. Statt Immobilienanzeigen füllen nun großflächige Teppiche die bodentiefen Schaufenster. Es sind besondere Exemplare, entworfen von renommierten Designern wie Jan Kath, die alte Muster neu interpretieren, Materialien und Farben neu mischen und den Flor auch einmal kurz scheren, das alles bei traditioneller Knüpfung in Ländern wie Nepal, Tibet, Indien. Der gebürtige Frankfurter Anoshirvan Haghnazari hat das Geschäft, dessen Grundstein sein Großvater 1932 in Teheran gelegt hatte, 2012 von seinen Eltern übernommen. Ältere Frankfurter kennen noch die Adresse im ehemaligen Rundschau-Haus. Der Sohn war vor zehn Jahren mit seinem neuen Konzept an die Berliner Straße gezogen. Dort sei er aber nicht mehr zufrieden gewesen. Der neue Standort sei zentraler, die Umgebung besser. Da der studierte Immobilienökonom sich auch aufs Einrichten versteht, möchte er auf lange Sicht noch eine zweite Fläche anmieten.
Woolworth speckt ab
Vor gut einem Jahr hat die Billigkaufhauskette eine Etage mit 1500 Quadratmetern an der Leipziger Straße in Bockenheim vom Vormieter Zalando übernommen, der hier ein Outlet hatte. Es sollte zusätzlich zum bisherigen Kaufhaus betrieben werden. „Wir haben bewusst mit zwei Standorten an der Straße experimentiert und auf unterschiedliche Kundenflüsse gehofft“, sagt ein Sprecher. Doch das sei „leider“ nicht aufgegangen. Daher habe man den Mietvertrag auslaufen lassen. Seit Mitte März ist das ältere Woolworth-Kaufhaus geschlossen. Wie zu hören ist, soll Rewe die Fläche übernehmen. Der Lebensmittelhändler nimmt dazu keine Stellung. Bei Woolworth heißt es, fortan setze man auf den neuen Betrieb, der mehr Anklang bei der Kundschaft finde. Woolworth verkauft im ersten Obergeschoss. Die Erdgeschossfläche in der Immobilie, die der Heinrich Gaumer Gebäudeverwaltung GbR gehört, steht noch frei. Woolworth hat zuletzt ehrgeizige Expansionspläne verfolgt. Aktuell betreibt das Unternehmen, das wie Kik und Tedi zur Unternehmerfamilie Heinig gehört, mehr als 1000 Filialen in Europa, davon 850 in Deutschland. In Frankfurt sind es aktuell acht, wobei die Filiale in Höchst wegen eines Brandschadens derzeit geschlossen ist. Nach Angaben eines Sprechers wird das Gebäude voraussichtlich erst 2028 neu aufgebaut.

Blumen Schmidt sorgt vor
Wer in der Halle vor den Gleisen am Frankfurter Hauptbahnhof unterwegs ist, wundert sich, dass hier in einem Pavillon einmal keine Brezel und Brötchen, sondern bunte Blumensträuße verkauft werden. Die kleine Filiale von Blumen Schmidt, deren Inhaber vor vier Jahren vorne in der Schalterhalle das Geschäft von Blumen Hanisch übernommen hatten, wurde hier im Vorgriff auf die geplante Sanierung der Schalterhalle eröffnet. Dort muss das Geschäft vorübergehend geschlossen werden. Es handelt sich nur um eine Zwischenlösung, wie Claudia Schmidt deutlich macht. Zumal langfristig die Pavillons vor den Gleisen weniger werden sollen, damit Reisende schneller vorwärtskommen. In jedem Fall wird das Blumengeschäft künftig in der B-Ebene, wenn diese fertig ist, Blumen verkaufen, wie die Inhaberin ankündigt.
Bayreuther Brauhaus an der Hauptwache
Noch für diesen Monat kündigt das Bayreuther Brauhaus, die Hauptmarke der 1857 gegründeten Bayreuther Bierbrauerei AG, die Eröffnung eines Brauhauses an der Hauptwache an, mit frischem Bier direkt aus dem Tank gezapft und bayerischer Küche. Das Brauhaus zieht dorthin, wo einmal ein Maredo-Steakhaus war. Direkt nebenan erweitert Juwelier Wempe seine Verkaufsräume.
Auf und Zu in Kürze
Im neuen Hochhausquartier Four hat Hackett London, Anbieter klassischer Herrenmode, seine erste Filiale in Deutschland mit angeschlossenem Barbershop eröffnet. An der Leipziger Straße eröffnet am 9. Mai die vegane Kette „Die Fleischerei“ eine Filiale.
