Ein Mann, der seine Freundin mit Narkosemitteln
betäubt, vergewaltigt und dabei gefilmt hatte, hat eine Haftstrafe von elf Jahren und
drei Monaten erhalten. Das Landgericht München I verurteilte den 28-jährigen Studenten aus China unter anderem wegen versuchten Mordes,
besonders schwerer Vergewaltigung, versuchter Vergewaltigung mit
Todesfolge sowie der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs
durch Bildaufnahmen. Es verhängte außerdem den Vorbehalt der
Sicherungsverwahrung.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der
geständige Angeklagte seine damalige Freundin über Monate hinweg in
seiner Wohnung insgesamt achtmal betäubte und vergewaltigte. Der Vorsitzende Richter Markus Koppenleitner bezeichnete die Taten als “hochkriminell, hochprofessionell, menschen- und frauenverachtend und
monströs”. In Chatgruppen soll sich der Student mit anderen
Landsmännern ausgetauscht haben, von denen zwei in Berlin und Frankfurt wegen ähnlicher
Taten verurteilt wurden.
Der Fall erinnert an die Französin Gisèle Pelicot, die von ihrem
damaligen Ehemann über zehn Jahre hinweg mit Medikamenten
betäubt, missbraucht und mindestens 50 Fremden zur Vergewaltigung angeboten
worden war. “Pelicot ist kein Einzelfall”, sagte Koppenleitner. Es sei auch ein Phänomen in Deutschland und letztlich auch weltweit.
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