Der Junge, vielleicht zwölf, im
Trikot des Pariser Fußballclubs PSG, springt beschwingt ein paar Stufen
hinunter und stellt sich mitten in den Raum. “Sei ehrlich, sieht krass aus”,
schreit er in kratzigem Stimmbruchklang durch den Laden. Er zückt sein
Handy und nimmt ein Video von seiner kurzrasierten Frisur auf. Bevor er mit
seinem Kumpel nach draußen stürmt, noch ein kleines Tänzchen, dann sieht man
die beiden an der großen Glasscheibe vorbeiflitzen. Die älteren Jungs, die den
Laden frisch frisiert verlassen, spazieren gemächlicher: Mit erhobenem Haupt,
die Brust nach vorne, die Schultern nach hinten gestreckt wie die Comicfigur
Popeye, nachdem sie eine Ladung Spinat verschlungen hat. Draußen auf dem Bürgersteig
bestrahlt sie das grelle Licht des Friseursalons für einen Moment wie Studioscheinwerfer
bei einem Modeshooting.
