Die Nummer zwei im Superwahljahr
Für die SPD im Bund wäre ein CDU-Wahlsieg eine herbe Niederlage – und ein weiterer Tiefschlag nach dem desaströsen Ergebnis in Baden-Württemberg. Schweitzer ist auch stellvertretender Bundesparteichef. Die Christdemokraten wollen nach Jahrzehnten in der Opposition unbedingt wieder die Macht in Mainz erringen – und brauchen Rückenwind für den Kanzler und die Regierungspolitik im Bund. Dass beide Berliner Regierungsparteien zum Erfolg verdammt sind, birgt Sprengstoff für die schwarz-rote Koalition, denn eine der beiden Parteien wird am Abend als Verlierer dastehen und doch sind CDU und SPD aufeinander angewiesen, sowohl in Rheinland-Pfalz als auch im Bund. Seit zehn Jahren regiert in Rheinland-Pfalz eine Koalition aus SPD, Grünen und FDP. Nach dem Ampel-Aus im Bund hat diese Konstellation auch im Land kaum noch Chancen.
Die Rheinland-Pfalz-Wahl ist noch lange nicht die letzte Wahl in Deutschland in diesem Jahr. Im Herbst werden die Menschen auch in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern ihre Regierungen und Landesparlamente wählen. Anders als bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg vor zwei Wochen sind Menschen in Rheinland-Pfalz erst ab einem Alter von 18 Jahren zur Wahl aufgerufen.
