Dieser Artikel ist Teil von ZEIT am Wochenende, Ausgabe 11/2026.
Ihre ersten beiden Geburten seien ein Schlachtfeld gewesen, sagt Doreen Uhlemann. Sie erinnert sich noch genau, wie sie für die Geburt ihres zweiten Kindes im Krankenhausbett lag. An den Geruch von Desinfektionsmittel in ihrer Nase, an die fremden Hände auf ihrem Körper. Eine Ärztin habe mit dem Ellbogen grob auf ihrem Bauch herumgedrückt, sagt Uhlemann. Sie sei unfreundlich gewesen, niemand habe mit ihrer geredet. Als sie ihr Kind Stunden später in den Armen hielt, sei ihr klar gewesen: Das will sie nicht noch einmal erleben. Ihre weiteren fünf Kinder hat sie deshalb allein zur Welt gebracht. Zu Hause, ohne jede Hilfe.
