Als ich Amedeo Cellucci treffe, zeigt er mir gleich die “Beweise”. So nennt er, nur halb im Scherz, seine Erinnerungsstücke: ein Bergmannsbuch der Siersdorfer Grube Emil Mayrisch, angelegt im August 1953 für Celluccis Vater: Amedeo Cellucci aus Rapino, Italien. Dann ein Foto des Vaters vor dem Schlagbaum der Zeche. Sein Gesicht ist schwarz vom Kohlenstaub. Doch so aufrecht, wie er da steht, die verbeulte Trinkflasche und das Grubenlicht in den Händen, spürt man: Er ist stolz.
Was mir der Sohn beweisen will, ist keine Kleinigkeit: Sein Vater steht ganz vorn in der Geschichte der deutschen Gastarbeiter.
