
Auch die jüngste Suche nach dem vor zwölf Jahren verschwundenen Flug MH370 der Malaysia Airlines hat den Angehörigen der 239 Menschen an Bord nicht die erhoffte Klarheit gebracht. Einer Mitteilung des Unternehmens Ocean Infinity zufolge wurde die abermalige Suche ohne Erfolg beendet. Bereits am 23. Januar habe das Spezialschiff „Armada 8605“ das Suchgebiet im Indischen Ozean verlassen. „Es war wichtig für uns, alle verfügbaren Informationen und Daten zu nutzen und zurückzukehren, aber trotz all dieser Bemühungen konnten wir das Flugzeug nicht finden“, sagte der CEO des Unternehmens, Oliver Plunkett.
Einer Mitteilung des malaysischen Verkehrsministeriums zufolge hatte das Unternehmen in der jüngsten Runde etwa 7571 Quadratkilometer Meeresboden abgesucht. Hinzu kamen noch einmal etwa 7500 Quadratkilometer, die vor Unterschrift des offiziellen Vertrags erkundet worden seien. Insgesamt hat das Unternehmen seit Beginn seiner Bemühungen im Jahr 2018 in 151 Tagen auf See mehr als 140.000 Quadratkilometer Meeresboden abgesucht. „Das Ausmaß der Herausforderung – sowohl geografisch als auch technologisch – ist kaum zu begreifen“, sagte Plunkett.
Strategien für künftige Suchen?
Immerhin sei nun klar, dass das Wrack sich nicht in dem untersuchten Gebieten befindet, so Plunkett weiter. Das werde denjenigen, die sich weiter mit dem Sichten der Hinweise beschäftigten, dabei helfen, Strategien für zukünftige Suchen zu entwickeln.
Die Vereinbarung zwischen Malaysia und dem Unternehmen sah eine Bezahlung von umgerechnet etwa 60 Millionen Euro nur für den Fall vor, dass das Wrack des Flugzeugs gefunden wird („No find, no fee“). Einer Gruppe von Angehörigen zufolge endet der Vertrag für die jüngste Phase der Suche offiziell erst im Juni 2026. Jedoch dürften die Wetterverhältnisse in dem Suchgebiet eine Fortsetzung ausschließen.
Die Angehörigen riefen die malaysische Regierung auf, den Vertrag zu verlängern, falls Ocean Infinity danach fragen sollte, oder anderen Unternehmen ein entsprechendes Angebot zu machen. Die Boeing 777 war am 8. März 2014 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking verschwunden. Seither sind nur einige kleinere Wrackteile an Stränden des Indischen Ozeans aufgetaucht.
