Die Mehrheit der Israelis unterstützt den Krieg gegen den Iran. Für Benjamin Netanjahu ist das innenpolitisch nützlich, aber längst nicht genug: Man vertraut ihm nicht.
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Erst klingelt die Warn-App, dann knallt es im Himmel: Israels Alltag findet seit einer Woche im Takt der Raketen- und Drohnenangriffe des Irans und der libanesischen Hisbollah statt. Bei jedem Alarm, teils mehrmals täglich und auch in der Nacht, müssen sich die rund zehn Millionen Einwohner in Schutzbunker begeben. Um die 500 Raketen und mehrere hundert Drohnen wurden nach Angaben des israelischen Verteidigungsministeriums bisher allein aus dem Iran geschossen. Zuletzt wurden die Angriffe weniger.
Die Stimmung in Israel wirkt ernst, aber nicht ängstlich. Zehn Menschen wurden bei den iranischen Gegenangriffen bisher getötet, die Zahl der Verletzten liegt bei etwa hundert. Das ist weniger als in der ersten Woche des Zwölf-Tages-Krieges im vergangenen Sommer. Dieser Tage verletzten sich die meisten Menschen auf dem Weg in die Bunker.
