Der französische Präsident Emmanuel Macron hat am Montag gemeinsame Atom-Militärübungen mit Deutschland angekündigt. Deutschland werde ein “Schlüsselpartner” bei Frankreichs Vorhaben sein, das eigene Atomarsenal angesichts der geopolitischen Lage auszubauen. Das sagte Macron bei einer Grundsatzrede auf einem U-Boot-Stützpunkt in der Bretagne. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Macron erklärten gemeinsam, es sei eine hochrangige Nuklear-Steuerungsgruppe eingerichtet worden. Die Zusammenarbeit solle in diesem Jahr beginnen. Das Ziel sei die “Stärkung der europäischen Sicherheit insgesamt”. Die nukleare Abschreckung der Nato solle durch die deutsch-französische Zusammenarbeit ergänzt, aber nicht ersetzt werden. Frankreich ist die einzige Atommacht in der Europäischen Union. Dem Friedensforschungsinstitut Sipri zufolge besitzt es 290 der weltweit etwa 12.200 Atomwaffen und ist damit nach Russland, den USA und China die viertgrößte Atommacht. Was diese Pläne über die Sicherheitslage in Deutschland aussagen, ordnet der ZEIT-Autor Tilman Leicht ein.
Nach
den amerikanisch-israelischen Angriffen auf den Iran am Samstagmorgen
sind in deutschen Städten Tausende auf die Straße gegangen, um gegen die
iranische Führung zu protestieren. In Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Köln, Nürnberg und anderen Städten wurde der Tod des geistlichen Oberhaupts des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, nach einem Luftangriff in Teheran gefeiert. Nach
Angaben des Statistischen Bundesamts leben in Deutschland 319.000
Personen mit einem iranischen Migrationshintergrund. Deutschland gehört
damit zu einem der Länder mit einer der größten iranischen
Exil-Gemeinschaften weltweit. Viele Demonstrierende treibt aber auch die Sorge um Angehörige im Iran und die ungewisse politische Lage im Land um. Amina Aziz, Islamwissenschaftler:in und Journalist:in, spricht im Podcast über die Stimmung in der iranischen Exil-Gemeinschaft.
Und sonst so? “Stille Stunde” im Restaurant.
Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Redaktion: Helena Schmidt, Philip-Johann Moser
Mitarbeit: Lisa Pausch, Mira Schrems
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