
Vom Frankfurter Flughafen aus werden jeden Tag bis zu 50 Personen abgeschoben, die kein Aufenthaltsrecht in Deutschland haben. Das zentrale Verkehrskreuz ist Anlaufstelle für Ausländerbehörden und die Länderpolizei aus dem ganzen Bundesgebiet. Die Zahl der Rückführungen steigt kontinuierlich, daher stößt das bisherige Abschiebezentrum im Terminal 2 an seine Kapazitätsgrenzen, so ein Sprecher der Bundespolizei am Flughafen Frankfurt.
Auf dem Flughafengelände im westlichen Bereich soll nun ein Gebäude saniert und dann zu einem neuen, größeren Rückführungszentrum umgebaut werden. Von dort können bis zu 100 Personen täglich in ihre Herkunftsländer abgeschoben werden – abseits des regulären Tagesgeschäfts am Flughafen. Außerdem wird das neue Gebäude auch eine direkte Anbindung an den Vorfeldbereich haben. Bis spätestens Anfang 2027 soll es in Betrieb gehen.
Das neue Abschiebezentrum mit seinen größeren Kapazitäten bietet künftig auch die Möglichkeit, Gruppen voneinander zu trennen, wenn viele Personen gleichzeitig auf einen Flug warten. Das ist etwa bei speziellen Charterflügen der Fall. Die kirchliche Abschiebebeobachtung, die regelmäßig die Rückführungen am Flughafen Frankfurt begleitet, hatte wiederholt kritisiert, dass in den beengten Räumlichkeiten psychisch auffällige Personen oder Straftäter auf Familien mit kleinen Kindern treffen. Dies könnte in dem neuen Gebäude, das laut dem Sprecher der Bundespolizei über mehrere Räume verfügt, vermieden werden.
Das Terminal 2 wird bereits im Sommer für den Passagierbetrieb geschlossen, aber nach Angaben des Sprechers kann die Bundespolizei die Räumlichkeiten für die Rückführungen noch bis Ende des Jahres nutzen.
