Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva tritt mit 80 Jahren erneut zur Wahl an. Sein wichtigster Herausforderer ist Flávio Bolsonaro, Sohn des früheren Präsidenten Jair Bolsonaro. Lula setzt im Wahlkampf vor allem auf seine politische Erfahrung und seine Erfolge in der Sozialpolitik. Flávio Bolsonaro wirbt dagegen für einen deutlich härteren Kurs in der Sicherheits- und Innenpolitik. Unter anderem will er große Verbrechersyndikate als Terrororganisationen einstufen lassen. Die innere Sicherheit ist zu einem der zentralen Themen des Wahlkampfs geworden. Zugleich sorgt der Umgang mit den kriminellen Netzwerken für Spannungen mit den USA: Die Trump-Regierung verfolgt gegenüber solchen Gruppen einen schärferen Kurs, während Lulas Regierung sowohl deren Einstufung als Terrororganisationen als auch eine stärkere Einmischung der USA kritisch sieht. Welche Bedeutung die Wahl auch über Brasilien hinaus hat, erklärt Was-jetzt?-Host Azadê Peşmen, aktuell aus Brasilien berichtend.
Die G7-Staaten haben beschlossen, bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl aus ihren strategischen Reserven freizugeben. Damit wollen sie die angespannte Versorgungslage stabilisieren und den Druck auf die Energiepreise senken. US-Präsident Donald Trump hatte auf diesen Schritt gedrängt und andernfalls mit einem Stopp der US-Dieselexporte gedroht. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche betont, dass die Energieversorgung trotz der Freigabe ausreichend abgesichert sei. Die Entscheidung könnte sich auch auf die Preise an deutschen Tankstellen auswirken. Gleichzeitig wirft sie die Frage auf, wie abhängig Europa bei Diesel und anderen Energieträgern von den USA ist. Welche Folgen die Freigabe der Reserven für Europas Energiepolitik hat, erklärt ZEIT-Wirtschaftsredakteur Marc Widmann.
Und sonst so? Blinde Menschen ertasten Brustkrebs.
Moderation und Produktion: Erica Zingher
Mitarbeit: Mathias Peer, Celine Yasemin Rolle
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