Eine zum Gedenken an den Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin aufgestellte Bank in Regenbogenfarben ist zum wiederholten Mal beschädigt worden. Die Berliner Polizei teilte mit, dass Einsatzkräfte die Beschädigung der Bank im Tiergarten festgestellt hätten. Unbekannte hätten eine der Holzlatten der Bank abmontiert und zwei weitere beschädigt. Der Staatsschutz übernahm die Ermittlungen.

Am 25. Juli war bei einem islamistischen Anschlag auf den Berliner CSD eine Frau getötet worden. Im August ließ das Bezirksamt Mitte am Anschlagsort eine Regenbogenbank aufstellen, die Anfang September von Unbekannten so schwer beschädigt wurde, dass sie abgebaut werden musste. Die neue Bank, die jetzt beschädigt wurde, wurde erst Mitte September aufgestellt worden.

Queerbeauftragter nach erster Tat »fassungslos«

Nach der ersten Zerstörung hatte Berlins Queerbeauftragter Alfonso Pantisano (SPD) sich auf Instagram zu dem Vorfall geäußert. »Ich bin gerade wirklich fassungslos«, schrieb Pantisano. »Was stimmt mit Menschen nicht?« 

Bei dem Anschlag auf den CSD soll der Islamist Abdul B. am Rande der Abschlussveranstaltung mit einem Lieferwagen in eine Menschenmenge im Tiergarten gefahren sein. Anschließend soll der Mann ausgestiegen und mit einer Stichwaffe weitere Menschen angegriffen haben. Neben der getöteten Frau wurden 31 weitere Menschen zum Teil schwer verletzt. Am Tag nach dem Anschlag wurde B. bei einem Polizeieinsatz in einer Kleingartenanlage in Berlin-Spandau erschossen. Auf seinem Handy wurde ein Bekennervideo gefunden. Inzwischen hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen gegen ihn eingestellt, da gegen Tote nicht ermittelt werden kann.