
Wer kam zuerst: die Nation oder die Kunst? Mit dieser Fragestellung beschäftigen sich die zahlreichen Einsendungen zum diesjährigen F.A.Z. Feuilletonpreis. Aus den Beiträgen hat die Jury, bestehend aus Jürgen Kaube, Sandra Kegel, Niklas Maak und Simon Strauß, nun die sechs Favoriten ausgewählt.
Die Beiträge reichen über eine Beschäftigung mit dem Weber-Handwerk der Yoruba in Westafrika, die zu der These führt, dass nationale Prägung von Kunst erst durch die Zeit entsteht, über die Darstellung der Nation als ein Kunstwerk eigener Art bis zu nationalen Spezifika ostdeutscher Schauspielkunst. Des Weiteren geht es um Fragen wie, ob es eine nationale tschechoslowakische Architektur gegeben hat, was für Nationen aus dem Weltall sichtbar sind und was eine amerikanische von einer deutschen Dramen-Szene unterscheidet.
Preisverleihung am 2. November
Die Autorinnen und Autoren, die es auf die Shortlist geschafft haben, sind in alphabetischer Reihenfolge: Jorg Foitzik, Annegret Hahn, Maximilian Kunkel
Katharina von Ritter, B.C. Rizzoli und Felix Schönherr.
Die Preisverleihung findet am 2. November im Deutschen Theater Berlin statt.
