Der AfD-Landesvorsitzende Ansgar Schledde hat seine Partei als «eindeutigen Gewinner des Abends» bei den Kommunalwahlen in Niedersachsen bezeichnet. Einer Hochrechnung von Infratest dimap im Auftrag des NDR zufolge verzeichnet die AfD starke Zugewinne: Sie würde sich von 4,6 Prozent auf 16,5 Prozent mehr als verdreifachen.
«Die AfD ist seit heute Kommunalpartei und wir werden mit diesem gewaltigen Rückhalt und den neu geschlagenen Wurzeln gestärkt in die Landtagswahl gehen», sagte Schledde einer Mitteilung zufolge. Die Partei sehe «darin ein Zeichen, dass die Bürger eine selbstbewusste konservative Kraft als Korrektiv auch auf Ebene der Landkreise und Gemeinden wünschen», hieß es.
AfD-Kandidatin in Stichwahl in Salzgitter
Die Hochrechnung berücksichtigt die Ergebnisse der Stadtratswahlen in den kreisfreien Städten, der Kreistagswahlen in den Landkreisen sowie der Wahl der Regionsversammlung in der Region Hannover.
Der AfD-Landesverband wird vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisches Beobachtungsobjekt geführt. Die Partei wehrt sich juristisch dagegen. Vier AfD-Kandidaten wurden jedoch wegen Zweifeln an ihrer Verfassungstreue nicht zur Wahl zugelassen.
Eine Woche nach dem AfD-Erfolg bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt feierte die Partei in Salzgitter einen Achtungserfolg. Die AfD-Kandidatin Patricia Mair schaffte es im Kampf um das Oberbürgermeisteramt in die Stichwahl gegen Amtsinhaber Frank Klingebiel (CDU). Der amtierende OB vereinte 45,61 Prozent der Stimmen auf sich, Mair kam auf 25,67.
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