Der Wahlsieg der AfD verstärkt das feindselige Klima gegen queere Menschen. Laut dem Verband »Queere Vielfalt« werden Menschenrechte »aktiv bedroht«.
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Laut dem Verband Queere Vielfalt (LSDV+) droht nach dem AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt eine Verschärfung der ohnehin schwierigen Situation queerer Menschen und anderer marginalisierter Gruppen. »Unsere mühsam errungenen Menschenrechte für LSBTIAQ* werden bereits jetzt nicht nur ständig infrage gestellt, sondern aktiv bedroht«, sagte Alva Träbert aus dem Bundesvorstand des Vereins mit Sitz in Berlin.
Die Besetzung der Ministerpräsidentschaft ist zwar noch offen, Menschen aus Sachsen-Anhalt berichten nach Aussage des Verbands aber bereits jetzt von einer deutlich spürbaren Veränderung im gesellschaftlichen Klima. »Menschenfeindliche Positionen sind nicht nur denkbarer geworden, sie werden längst auch offen und unverhohlen unterstützt«, sagte Träbert. »Nicht erst seit Sonntag fragen wir uns: Wo und wie können wir ohne Ausgrenzung, Bedrohung und Verfolgung sicher wir selbst sein?«
Auch außerhalb Sachsen-Anhalts begegnen demnach viele queere Menschen, Menschen mit Rassismuserfahrungen, Einwanderungsgeschichte oder Behinderung zunehmend Ablehnung und offenem Hass. Der Verband rief zum Zusammenhalt der demokratischen Zivilgesellschaft auf: »Es ist an uns allen, eine vielfältige demokratische Gesellschaft zu gestalten und zu verteidigen, füreinander zu sorgen und für unsere Rechte und die unserer Mitmenschen einzustehen.«
