Berlin am Vorabend der Reichsgründung von 1871: Der Markgraf von Quednau besitzt kostbare Schätze – einen mittelalterlichen Grimoire, ein Zauberbuch, sowie einen sehr wertvollen Edelstein. Beides bewahrt er in einem hermetisch abgeriegelten Raum auf. Trotzdem werden aus dem Grimoire einige Seiten herausgerissen und der Edelstein gestohlen. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Es ist also die richtige Aufgabe für den Tatortzeichner Julius Bentheim und seinen Freund Albrecht Krosick im Krimi «Die Tote von Lichtenberg» von Armin Öhri.
Die beiden Ermittler tauchen tief in die düsteren Geheimnisse des alten Berlins ein. Okkultismus, rätselhafte Verschwörungen, alte Friedhöfe und ein maskierter Finsterling beschäftigen Julius und Albrecht, um das scheinbar unmögliche Verbrechen aufzuklären.
Ein klassisches Element des Kriminalromans ist der verschlossene Raum, der bereits im Goldenen Zeitalter der Detektivliteratur sehr beliebt war. Armin Öhri nutzt dieses Sujet sehr geschickt in seinem historischen Krimi. Dazu kommen Elemente des Schauerromans und der Spannungsliteratur, die die Geschichte zu einem rundum gelungenen Lesevergnügen machen.
© dpa-infocom, dpa:260909-930-656422/2
