In nur wenigen Wochen will Thüringens bisherige BSW-Chefin Katja Wolf eine neue Partei gründen. Die Gespräche liefen bereits. Ein genauer Termin stehe bisher nicht fest, man wolle es aber »noch im Oktober schaffen«, sagte Wolf der Nachrichtenagentur dpa. »Für eine neue Fraktion braucht es eine neue Partei«, sagte Wolf.
Am Freitag hatten zehn von insgesamt zwölf verbliebenen Mitgliedern der BSW-Fraktion in Thüringen ihren Austritt aus der Partei angekündigt, darunter die Finanzministerin Wolf, Umweltminister Tilo Kummer und Digitalminister Steffen Schütz. Drei andere Mitglieder hatten bereits vorher das Bündnis verlassen. Das von Sahra Wagenknecht gegründete BSW, das seit Ende 2024 in der sogenannten Brombeer-Koalition zusammen mit CDU und SPD in Thüringen regiert, hatte ursprünglich 15 Abgeordnete im Landtag in Erfurt.
Auf einem Treffen von Vertretern der ehemaligen Thüringer BSW-Spitze mit Parteimitgliedern und Sympathisanten am späten Sonntagnachmittag in Weimar sollen die Gründe der Austritte erklärt werden und warum ein für Sonntag geplanter Sonderparteitag abgesagt wurde, sagte Schütz.
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