
Es war ein rührender Abschied: Das norwegische Königshaus veröffentlichte am Donnerstag ein Foto von Prinzessin Astrid, die einsam und allein in ihrem Rollstuhl am Sarg ihres Bruders in der Schlosskapelle in Oslo sitzt, um Lebewohl zu sagen. Astrid war eine von zwei älteren Schwestern des norwegischen Königs Harald V. Die älteste der drei Geschwister, Prinzessin Ragnhild von Norwegen, war schon 2012 gestorben. Ragnhild, Jahrgang 1930, hatte den Industriellen Erling Lorentzen geheiratet und lebte mit ihm und ihrer Familie in Rio de Janeiro.
Ihre zwei Jahre jüngere Schwester Astrid heiratete ebenfalls einen Bürgerlichen, den norwegischen Segler und Olympiamedaillengewinner Johan Ferner. Seit der Hochzeit im Jahr 1961 trägt sie den Namen „Prinzessin Astrid, Frau Ferner“. Seit 2015 ist sie Witwe. Nun hat die Vierundneunzigjährige auch ihren Bruder verloren, König Harald V. starb am 28. August im Alter von 89 Jahren.
Drei Cousins und eine Cousine von Königin Elisabeth II.
Astrid zählt zu den letzten fünf Urenkeln des britischen Königs Eduard VII. und ist somit zugleich auch eine Ururenkelin von Königin Viktoria. Vier der Urenkel leben im Vereinigten Königreich, es sind drei Cousins und eine Cousine von Königin Elisabeth II. und somit auch Onkel und Tanten zweiten Grades von König Charles III.
Die vier zählen offiziell noch zum arbeitenden Kreis der Königsfamilie: Der Älteste ist Prinz Eduard von Kent (Jahrgang 1935), seine Schwester Alexandra ist ein Jahr, sein Bruder Michael sieben Jahre jünger. Ihr Cousin Richard, Herzog von Gloucester, wurde 1944 geboren. Die vier sind Enkel von Georg V., dem Sohn von Eduard VII.
Eduard hatte sechs Kinder, seine jüngste Tochter Maud heiratete den dänischen Prinzen Christian, der 1905 König von Norwegen wurde. Das Land war kurz vorher unabhängig von Schweden geworden, und da sich die Norweger einen König wünschten, wurde Christian zu Haakon VII. Er ist damit der Stammvater der heutigen Königsfamilie, die über Maud auch mit dem britischen Königshaus verwandt ist.
