Sie täuscht ihre Männer mit Chemikalien, sie frisst sie mitunter beim Sex auf, sie setzt ihre Nachkommen an verlassenen Bahngleisen aus. Aber eines muss man der Gottesanbeterin lassen: Sie ist erfolgreich damit. Die Femme fatale unter den Krabbeltieren ist weit gekommen. Seit Jahrtausenden in den warmen Regionen Südeuropas, Asiens und Afrikas heimisch, erobert sie mit dem Klimawandel nun immer weitere Teile Deutschlands. 21.000 Gottesanbeterinnen wurden dem Naturschutzbund Deutschland (Nabu) bis zum 24. August gemeldet – fast dreimal so viel wie im gesamten Vorjahr.
