AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat Wahlberechtigte aufgerufen, am Wahlabend die Auszählung der Stimmen zu verfolgen. Er empfehle jedem Sachsen-Anhalter, um 18.00 Uhr in sein Wahllokal zu
gehen und dort mit auszuzählen, damit alles »rechtssicher« sei und es
keine Vorhaltungen geben könne, sagte er bei einer Veranstaltung der AfD-Nachwuchsorganisation Generation Deutschland in Magdeburg. Die Geschichte habe gelehrt: »Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.«
Zugleich versicherte Siegmund, das Ergebnis der Landtagswahl auch bei einem knappen Verfehlen der absoluten Mehrheit zu akzeptieren. »Als Demokraten akzeptieren wir immer demokratische Ergebnisse«, sagte er.
In seiner Rede verwies Siegmund auf vereinzelte »Unregelmäßigkeiten« bei vergangenen Wahlen. »Wir reden hier nicht über Größenordnungen, aber es kann in Einzelfällen passieren«, sagte der AfD-Politiker. »Und deswegen werden wir diesen Strich darunter dann machen, wenn wir alle Informationen haben.«
Als Beispiele nannte Siegmund Vorfälle in Magdeburg und Halle, wo Briefwahlunterlagen doppelt gedruckt und versendet worden waren. Dies fördere das Vertrauen in den Ablauf der Wahl in Sachsen-Anhalt nicht, sagte er. Einen pauschalen Vorwurf erhebe er damit nicht. »Die allermeisten Kollegen aus den Kommunen in den ganzen Auszähllokalen machen einen sehr guten Job. Es geht um die ganz wenigen, die dann doch schwarze Schafe sind.«
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