Die US-Regierung hat gedroht, das Kennedy Center abzureißen. Aber das Problem ist nicht das Gebäude, sondern die von Donald Trump ausgelöste Krise in seinem Innern.
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© [M] DIE ZEIT (verw. Foto: Jonathan Ernst/Reuters)
Die Lektüre von juristischen Schriftsätzen ist selbst für interessierte Laien meist kein besonderes Lesevergnügen. Bei den Schriftsätzen im Zivilverfahren um die zwischenzeitliche Umbenennung, mögliche Schließung, Sanierung, womöglich gar den Abriss des John F. Kennedy Center for the Performing Arts in Washington, D. C. ist das anders. Es handelt sich hier um geradezu aufregenden, stellenweise köstlichen Lesestoff. Ginge es in dem seit vergangenem Dezember laufenden Verfahren nicht um etwas Bedeutsames, eben um Donald Trumps Versuch, das nationale Kulturzentrum der USA mitsamt seinem Namen höchstpersönlich an sich zu reißen – man müsste beim Lesen der Anwaltsprosa mitunter lachen.
