Nach der gewaltigen Sturzflut in der Grenzregion zwischen Nepal und China werden nach Informationen der Regierung in Canberra auch 34 Australier vermisst. «Nepal ist ein Entwicklungsland. Es verfügt nicht über die Ressourcen, die in Australien für ein solches Ereignis zur Verfügung stünden. Daher ist die Informationsbeschaffung schwierig», zitierten australische Medien Ministerpräsident Anthony Albanese.
«Wir sprechen den von den schweren Überschwemmungen in Nepal und Tibet, China, Betroffenen unser tiefstes Mitgefühl aus», schrieb Albanese auf der Plattform X. «Australier in den betroffenen Gebieten sollten den Anweisungen der örtlichen Behörden Folge leisten.»
Zwei Teenager unter Vermissten
15 der Vermissten waren mit dem US-Tourveranstalter Himalayan Glacier in der Region unterwegs, wie die Zeitung «Sydney Morning Herald» unter Berufung auf den Chef des Unternehmens, Sagar Pandey, schrieb. Bei zwei von ihnen soll es sich um Jugendliche im Alter von 11 und 14 Jahren handeln, die vermutlich mit ihren Eltern reisten. Die älteste Vermisste ist eine 64-jährige Frau.
Insgesamt umfasste die Reisegruppe den Informationen zufolge 40 Touristen: neben den 15 Australiern zehn Kanadier, acht US-Amerikaner, zwei Singapurer, zwei Briten, einen Russen und zwei Nepalesen. Begleitet wurde sie von sieben einheimischen Mitarbeitern.
Am Tag nach der Katastrophe vom Mittwoch werden in der Grenzregion weiter Hunderte Menschen vermisst, darunter auch viele Ausländer. Nepalesische Behörden sprachen zunächst von rund 160 Toten, China meldete drei Opfer. Das gesamte Ausmaß der Katastrophe war noch unklar. Es war davon auszugehen, dass die Opferzahlen weiter ansteigen würden.
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