Bei digitalen Zahlungen will Europa unabhängiger von US-Anbietern wie Paypal oder Mastercard werden. Die Bundesbank schlägt daher vor, die größten europäischen Vorhaben miteinander zu verzahnen. »Denkbar wäre beispielsweise, den digitalen Euro in die Wero Wallet zu integrieren«, sagte Bundesbank-Vorstand Lutz Lienenkämper. »Das könnte die Reichweite europäischer Zahlungsangebote erhöhen und dazu beitragen, dass neue Lösungen nicht nebeneinanderstehen, sondern nahtlos zusammenwirken.«
Ähnlich wie beim US-Konkurrenten Paypal können Wero-Nutzer einander mobil Geld schicken. Der digitale Euro, an dem die Europäische Zentralbank (EZB) derzeit arbeitet, soll grundsätzlich ähnlich funktionieren. Kritiker meinen, das teure Vorhaben sei unnötig, weil mit Wero bereits ein europäischer Anbieter etabliert sei.
Inzwischen sollen sich 57 Millionen Menschen für den Dienst registriert
haben, der bisher in Belgien, Frankreich und Deutschland verfügbar ist. Nutzer können auch bei zahlreichen Online-Händlern einkaufen, ähnlich wie etwa mit Kreditkarten oder dem Anbieter Google Pay. Hinter dem Zahlungsanbieter steht die European Payments Initiative, ein Zusammenschluss von Banken und Zahlungsdienstleistern.
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