Wer Klaus-Michael Kühne vor nicht allzu langer Zeit traf, hatte nicht den Eindruck, dem
zweitreichsten Deutschen zu begegnen. Im Mai vergangenen Jahres, beim letzten
Gespräch mit der ZEIT, trug er eine Jogginghose. Sein Bein, das ihn seit Langem plagte, war wenige Tage zuvor operiert worden, er bettete es vorsichtig auf das
Sofa in seinem Hamburger Luxushotel The Fontenay. Nebenan packte seine Frau
Christine Kühne schon mal die Koffer, sie wollten bald nach Hause fliegen in die
Schweiz, mit einem normalen Linienflug, wie immer. Warum er sich keinen
Privatflug gönne? In Linienmaschinen fühlten sie sich sicherer, sagte Kühne.
»Und ich gebe zu, dass das auch eine Kostenkomponente hat, ich bin sehr
sparsam.«
