
Dank Doppeltorschütze Matthias Ginter hat der SC Freiburg trotz eines frühen Schocks im Playoff-Hinspiel der Conference League vorgelegt. Der Fußball-Bundesligist siegte beim schottischen Vertreter Motherwell FC verdient mit 3:1 (1:1). Ginter (28. Minute und 65./Foulelfmeter) drehte mit seinen Toren die Partie vor 13.742 Zuschauern im ausverkauften Fir Park. Keisuke Goto (90.+6) besorgte den Endstand. Regan Charles-Cook hatte den Club aus der Nähe von Glasgow bereits nach 69 Sekunden in Führung geschossen.
Die Heimfans machten Stimmung
Die Südbadener liefen die Schotten zwar gleich hoch an, erwischten aber einen Fehlstart nach Maß. Einen präzisen Angriff über die linke Seite vollendete Charles-Cook, SC-Innenverteidiger Max Rosenfelder kam gar nicht erst in den Zweikampf. Die glücklichen Heimfans sorgten beim Jubel dafür, dass ein kleiner Teil der Werbebande umkippte – ohne schwerwiegende Folgen.
Danach kamen auch die rund 450 Gästefans auf ihre Reisekosten. Bis zur Pause spielte nur noch das klar favorisierte Team von Trainer Julian Schuster, ließ jedoch etliche Chancen ungenutzt. Unter anderem vergaben Philipp Treu, Ginter und Yuito Suzuki gute Gelegenheiten.
Per Kopf in das 1:1
Nachdem Derry Scherhant Mitte der ersten Hälfte den Ball per Freistoß noch an das Lattenkreuz geschossen hatte, sorgte ein weiterer Standard kurz darauf für den Ausgleich: Diesmal fand Scherhant im Zentrum den lauernden Ginter, der per Kopf das 1:1 erzielte.
Der Vorjahresvierte der schottischen Liga war nach der Pause wieder etwas munterer, Freiburg cleverer. Engelhardt holte bei seinem Pflichtspieldebüt einen Elfmeter heraus, nachdem ihn Moormann kurz am rechten Arm gezupft hatte. Weil der Ball bei dem Foul keine Rolle spielte, entschied Schiedsrichter Radu Petrescu nach VAR-Einsatz sogar auf Rot statt der zunächst gezeigten Gelben Karte. Ginter traf anschließend präzise ins linke untere Eck, der Rest war Formsache.
Für den Europa-League-Finalisten, der im Mai in Istanbul gegen Aston Villa das Endspiel 0:3 verloren hatte, geht es bereits am Sonntag (18.00 Uhr) in der ersten Runde des DFB-Pokals bei Drittligist Fortuna Düsseldorf weiter.
