Infolge einer umstrittenen Äußerung bei einer AfD-Veranstaltung hat der Kabarettist Uwe Steimle eine Unterlassungserklärung gegenüber Karl Graf von Stauffenberg, dem Enkel des Hitler-Attentäters Claus Schenk Graf von Stauffenberg, abgegeben. Wie die Bild-Zeitung berichtet, verpflichtet sich Steimle darin, Stauffenberg nicht mehr im Zusammenhang mit Gewaltaufrufen gegen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zu nennen. Auch vergleichbare Äußerungen muss er demnach unterlassen – andernfalls droht eine Vertragsstrafe.
Bei einer Veranstaltung der AfD in Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt hatte Steimle Mitte Juli gesagt: »Wenn ich Friedrich Merz sehe, frage ich mich manchmal: Wo ist eigentlich Stauffenberg, wenn man ihn mal wirklich braucht?« Karl Graf von Stauffenberg hatte die Erwähnung seines Großvaters durch Steimle deutlich kritisiert. »Ich bin sprachlos. Das ist Geschichtsklitterung par excellence«, sagte er damals der Bild-Zeitung. Sein Großvater habe versucht, »Recht, Ordnung und Freiheit wiederherzustellen« und werde nun »in den Schmutz gezogen – es ist ganz grauenhaft«.
Claus Schenk Graf von Stauffenberg war ein deutscher Wehrmacht-Oberst und zentraler Teil des militärischen Widerstands gegen Adolf Hitler. Bekannt ist er insbesondere für das gescheiterte Sprengstoffattentat auf Hitler am 20. Juli 1944.
Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.
