
Die Mission der NASA zur Rettung eines abstürzenden Weltraumteleskops ist gescheitert. Damit wurde auch ein experimentelles Projekt beendet, mit dem eine neue Methode zur Verlängerung der Lebensdauer von Raumfahrzeugen im Orbit demonstriert werden sollte.
Anfang August war das Raumschiff Link von Katalyst Space gestartet. Die teilweise von der amerikanischen Raumfahrtbehörde finanzierte Mission sollte die Umlaufbahn des NASA-Satelliten Swift korrigieren. Swift untersucht seit 2004 Gammastrahlenausbrüche im All. Mit der Zeit ist der Satellit von seiner Umlaufbahn abgekommen, sinkt ab und droht in der Erdatmosphäre zu verglühen. Link hatte zum Ziel, Swift in eine höhere Umlaufbahn zu bringen, damit der Satellit länger einsatzfähig bleibt.
Raumfahrzeug taumelt nach Problemen beim Start
Nach dem Start traten bei Link jedoch Steuerungsprobleme auf, die dazu führten, dass sich das Raumfahrzeug zu drehen begann und der Funkkontakt zum Fahrzeug abbrach, wie das Unternehmen und die NASA mitteilten. Katalyst habe Probleme mit der Hardware festgestellt, die zur Steuerung der Ausrichtung von Link dient, sowie Probleme mit den Triebwerken des Raumfahrzeugs, hieß es.
Die NASA hat die Rettungsmission angesichts der kurzen Vorlaufzeit als riskantes Unterfangen dargestellt. Die US-Raumfahrtbehörde vergab im vergangenen September den Auftrag im Wert von umgerechnet 26 Millionen Euro an das Unternehmen Katalyst.
Kann Link noch andere Aufgaben erfüllen?
„Wir haben uns dieser Herausforderung mit hohem Risiko und hohem Gewinnpotential gestellt und sind stolz auf die Meilensteine, die wir dabei erreicht haben“, schrieb Ghonlee Lee, Chef von Katalyst, in einer Erklärung.
Das Unternehmen und die NASA prüfen derzeit, welche weiteren Aufgaben das Raumfahrzeug Link während seines Aufenthalts im Orbit erfüllen kann. Dabei besteht die Möglichkeit, dass Link sich dem Swift-Teleskop nähert, um zu demonstrieren, dass es in der Lage ist, im Weltraum dicht an einem anderen Raumfahrzeug zu schweben.
