Der britische Prinz Harry, seine Frau Meghan und die gemeinsamen Kinder ziehen offenbar zurück nach Großbritannien. Die Rückkehr ins Vereinigte Königreich solle bereits »bis Ende des Monats« vollzogen werden, berichteten mehrere britische Medien. Ihre beiden Kinder, der siebenjährige Archie und die fünfjährige Lilibet, seien für den Schulbeginn im September an einer britischen Schule angemeldet.
Harry, der jüngere Sohn von König Charles III., und seine Familie wollten »die Vereinigten Staaten bis Ende des Monats verlassen, um sich in einem privaten, nicht zum Königshaus gehörenden Wohnsitz niederzulassen«, berichtete der britische Telegraph. Der Wohnsitz solle sich außerhalb von London befinden.
Das Paar hatte sich im Jahr 2020 im Zuge eines Zerwürfnisses mit der königlichen Familie von ihren royalen Pflichten zurückgezogen und in Meghans Heimat, die USA, umgesiedelt. Das Verhältnis zum Königshaus galt seitdem als äußerst angespannt. Eine offizielle Bestätigung des Paares oder Königspalastes gab es zunächst nicht.
»Es wäre schön, sich zu versöhnen«
Im Mai hatte Harry in einem Interview mit der BBC gesagt, »es wäre schön, sich zu versöhnen«. Das Leben sei zu kostbar und er wisse nicht, wie lange sein Vater noch lebe. Charles III. hatte im Februar 2024 eine Krebserkrankung öffentlich gemacht.
Im vergangenen Monat hatte Charles III. dann Medienberichten zufolge erstmals seit vier Jahren seinen jüngeren Sohn und dessen Familie empfangen. Harrys Ehefrau Meghan und die beiden Kinder reisten demnach extra aus einem nicht näher bekannten Ort in Europa zu dem Familientreffen an, an dem auch Königin Camilla teilgenommen habe.
Charles III. soll der BBC zufolge erst am Sonntag von dem Umzug erfahren haben. Dieser soll bei dem Treffen im Juli nicht Thema gewesen sein. Dem britischen Sender zufolge gibt es derzeit keine Pläne, dass die beiden wieder royale Pflichten übernehmen.
Harry hatte erst im vergangenen Jahr eine Niederlage vor
Gericht erlitten. Ein Berufungsgericht hatte dabei bestätigt, dass er und seine
Familie in Großbritannien keinen grundsätzlichen Personenschutz mehr bekommen –
anders als der Rest der britischen Royals. Das britische Innenministerium hatte
Harry nach dessen Rückzug von seinen royalen Pflichten und seiner Übersiedlung
in die USA 2020 den grundsätzlichen umfassenden Polizeischutz für Mitglieder
des Königshauses auf Kosten der Steuerzahler entzogen. Stattdessen gibt es
seitdem für den 40-Jährigen bei Heimatbesuchen von Fall zu Fall
»angepassten« Schutz.
