
So schnell kann es gehen: Noch vor Kurzem sah Linken-Parteichef Pantisano „keinen Unterschied zwischen der CDU, die faschistische Politik macht, der AfD oder den Faschisten selbst“. Dann entschuldigte er sich dafür.
Eine Volksfront gegen die AfD?
Dabei kann es durchaus so kommen, ja wäre geradezu typisch: alles tun, um eine Herrschaft der AfD zu verhindern. Egal was. Wenn es keine Mehrheit für einen Verbotsantrag gibt, dann muss wenigstens eine Volksfront her. Die wird freilich, wenn sich die Parteien nicht total wandeln sollten, das Problem nur vergrößern. Denn was für eine Politik wird sie machen können?
Dabei sollten tatsächlich doch das Land und sein Wohlergehen im Mittelpunkt jeder Politik stehen und nicht das Dogma einer Brandmauer. Jede Partei muss für ihre Inhalte kämpfen – und dazu gehört auch, den Bürgern klarzumachen, was ihnen droht, wenn die AfD Ernst macht. Aber ein gutes, wichtiges Vorhaben wird nicht dadurch falsch, dass die AfD mitstimmt. Das ist keine Zusammenarbeit.
Wenn es um Kooperationen, um mögliche Koalitionspartner geht, muss man in der Tat abwägen. Verfassungswidrige Ziele kann keine Partei unterstützen, die sich auf dem Boden des Grundgesetzes sieht. Man sieht freilich am Chef der Linkspartei selbst, wie schnell sich hier die Ansichten ändern können.
