Die Schadenfreude steht ihm ins Gesicht geschrieben: Ein Polizist sitzt in einem Ferrari Monza SP2, trägt eine schwarze Sonnenbrille und wird von zwei Polizeiautos eskortiert. Bei einer Razzia im Kampf gegen rücksichtsloses Fahren in London hat die Metropolitan Police Fahrzeuge im Gesamtwert von mehr als acht Millionen Pfund beschlagnahmt. Umgerechnet sind das mehr als neun Millionen Euro. Ingesamt 90 Fahrzeuge konnte die Londoner Polizei zwischen Freitag und Sonntag sicherstellen, teilte die Met Police mit.
Die Luxusautos wurden in den wohlhabenden Vierteln im Westen der britischen Hauptstadt, etwa Hyde Park, Kensington und Chelsea, konfisziert. Der besagte Ferrari Monza SP2 befand sich laut Angaben der Met Police erst seit einem Tag in Großbritannien und war wegen Fahrens ohne Versicherung und ohne gültigen Führerschein angehalten worden. „Der Autofahrer besaß lediglich einen vorläufigen Führerschein und saß noch keine halbe Stunde im Auto, als er von Beamten der Londoner Polizei angehalten wurde“, hieß es in der Stellungnahme weiter.
Der exklusive Supersportwagen war eines von nur 499 Exemplaren, die von der italienischen Marke hergestellt wurden. Ein Modell wurde Anfang dieses Jahres bei einer Auktion für rund fünf Millionen Dollar (3,7 Millionen Pfund) versteigert.
Der Leiter der Aktion, Special Chief Inspector Geoff Tatman, berichtete, dass es immer wieder Beschwerden von Anwohnern gebe, „die es satt haben, dass in der Gegend riskant Auto gefahren wird oder Fahrzeuge so umgebaut sind, dass sie für die Anwohner eine Belästigung darstellen“. Durch Einsätze wie diesen sende man ein „klares Signal“ gegen rücksichtsloses und gefährliches Verhalten auf den Londoner Straßen, betonte Tatman.
Derweil sorgt die Aufnahme mit dem Polizisten, der in dem Ferrari sitzt, auf Instagram für Erheiterung: Dies sei, so ein Nutzer, der „beste Tag“ in dessen Karriere gewesen. „Gott segne ihn. Dieser Typ geht als der glücklichste Mensch der Welt nach Hause“, schrieb ein anderer Nutzer.
