Die unbekannten Urheber eines Cyberangriffs auf das Fürstentum Liechtenstein haben sich laut der örtlichen Regierung mehrere Stunden lang in der von ihnen gehackten Datenbank aufgehalten. Es sei nicht der gesamte Datenbestand auf einmal abgerufen worden, sondern einzelne Daten nacheinander, sagte der Leiter des Informatikamts, Fabian Schmid.
In der Nacht zum Freitag hatten Hacker aus einem Verzeichnis zur Verhinderung von Geldwäsche und Terrorfinanzierung die Daten von rund 31.000 Personen gestohlen. In dem Verzeichnis hätten sich die Angreifer ein Benutzerkonto angelegt und seien so an die Daten gelangt, sagte Schmid.
Das Motiv der Hacker ist unbekannt. Finanzdaten wie Umsätze oder Vermögen von betroffenen Personen seien nicht entwendet worden, teilte die Regierung mit. Das angegriffene Verzeichnis enthält Angaben zu Personen, die hinter Stiftungen, Firmen oder Treuhänderschaften stehen.
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