
Der Deutsche Tierschutzbund hat zum Weltkatzentag – ja, auch so etwas gibt es – einen „Großen Katzenschutzreport“ erstellt und eine Pressemitteilung verschickt. Darin heißt es, das „Leid der Straßenkatzen“ in Deutschland habe „ein dramatisches Ausmaß erreicht“. Tierschutzvereine seien am Limit. Die Bundesregierung werde aufgefordert, eine Kastrationspflicht für „Freigängerkatzen“ zu erlassen. Auch unter Katzenhaltern sei eine Mehrheit dafür.
Dass weiter diskutiert und weggeschaut werde, statt endlich zu handeln, „ist ein politisches Versagen auf dem Rücken unzähliger Tiere“, so lässt Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder sich zitieren. „Während die Politik zögert, kämpfen unzählige Katzen ums Überleben – sie hungern, frieren und sind krank, viele sterben schon in den ersten Lebensmonaten. Dieses millionenfache Leid ist vermeidbar und darf nicht länger ignoriert werden.“
Hunger, Frost, Krankheit … politisches Versagen auf dem Rücken … millionenfaches Leid: Wovon reden diese Leute? Von der Hungersnot in Ostafrika? Vom Migrantensterben im Mittelmeer? Vom herbeigebombten Kältewinter in der Ukraine? Und können sie schon nicht mehr anders, als solche politischen Dramafloskeln in ihre Aussagen einzubauen?
Mag sein, dass einiges dafürspricht, streunende Kater zu kastrieren, falls die mit den Freigängern gemeint sind. Punkt.
