
Zwei Wochen nach dem bekannt gewordenen Hackerangriff einer außer Kontrolle geratenen Künstlichen Intelligenz des amerikanischen Unternehmens Open AI wird nun die Justiz aktiv. Eine Gruppe von 15 republikanischen Generalstaatsanwälten forderte den Anbieter am Montag auf, alle potentiell relevanten Dokumente im Zusammenhang mit dem Vorfall aufzubewahren. Open AI habe möglicherweise gegen Verbraucherschutzgesetze der Bundesstaaten verstoßen, schrieben sie.
Zudem forderte der Cybersicherheitsausschuss des US-Repräsentantenhauses den Open-AI-Vorstandsvorsitzenden Sam Altman zu einer Unterrichtung über den Angriff auf. Open AI hatte zuvor eingestanden, dass eine KI aus einer Testumgebung ausbrach und die Internet-Plattform Hugging Face angriff. Auch das KI-Unternehmen Anthropic hatte vergangene Woche mitgeteilt, dass einige seiner KI-Modelle während Tests die Systeme von drei Unternehmen gehackt hätten.
Die amerikanische Regierung hat unterdessen die Technologiekonzerne Meta, Anthropic, Open AI und Google für diesen Dienstag zu einem Treffen ins Weiße Haus eingeladen, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten. Dort sollen demnach freiwillige Sicherheitstests für die fortschrittlichsten KI-Modelle besprochen werden.
Ein Vertreter des Weißen Hauses sagte am Montag, die Regierung von Präsident Donald Trump habe die Einzelheiten der freiwilligen Tests zur Messung der Hacking-Fähigkeiten der fortschrittlichsten amerikanischen KI-Modelle fertiggestellt. Details zu den Tests, etwa wie die Ergebnisse gemeldet werden oder ob sie veröffentlicht werden, nannte das Weiße Haus jedoch nicht.
Open-AI-Chef Altman hatte schon in der vergangenen Woche das Weiße Haus besucht, um Details der Tests und kommende KI-Produkte zu besprechen, wie das Unternehmen mitteilte. Es habe die Regierung zudem gebeten, die KI-Sicherheitsexperten des Handelsministeriums in den Mittelpunkt der Tests zu stellen.
