Der Präsident des Europäischen Fußball-Verbands (Uefa), Aleksander Čeferin, gilt als einer der größten Kritiker von Gianni Infantino – nicht erst seit den Investorenplänen des Fifa-Präsidenten. Der Slowene gibt sich gerne als Gegenentwurf zu Infantino, hat aber bei der Uefa selbst die Vermarktung vorangetrieben. Für Čeferin käme ein Wechsel zur Fifa gelegen. Nach zehn Jahren im Amt kann er 2027 nicht mehr als Uefa-Präsident kandidieren.
Scheich
Salman bin Ibrahim al-Khalifa hatte 2016 Gianni Infantino schon einmal
herausgefordert. Damals setzte sich Infantino aber knapp gegen den
Funktionär aus Bahrain durch, der sich mit Vorwürfen
der Korruption und Verletzung der Menschenrechte konfrontiert sah.
Infantinos
Investorenpläne lehnte der asiatische Fußballdachverband AFC, dessen
Präsident
Al Khalifa ist, ab.
Mattias
Grafström ist seit 2024 Fifa-Generalsekretär und eigentlich ein enger Vertrauter von Infantino. Medienberichten zufolge soll sich der 45-jährige, der wie Infantino in der Schweiz geboren wurde, aber Chancen auf den Posten ausrechnen.
Der Kanadier Victor
Montagliani ist seit 2016 Präsident des Kontinentalverbands für Nord- und
Mittelamerika sowie die Karibik (Concacaf). Die Concacaf stand eigentlich hinter Infantino, und Montagliani strebt eigentlich eine Wiederwahl an die Concacaf-Spitze an, doch die Investorenpläne sorgten auch in diesem Verband für Ärger.
Norwegens
Verbandschefin Lise Klaveness legt sich seit Jahren immer wieder mit
der Fifa an. Sie kritisierte die
Investorenpläne besonders deutlich. »Mein
klarer Eindruck ist, dass er sehr viel Vertrauen verloren hat«, sagte sie mit Blick auf Infantino. Ob sie Interesse hat, Fifa-Chefin zu werden, ist allerdings unklar.
Im Gespräch ist auch Nasser Al-Khelaifi, der Vorsitzende der Interessenvertretung European Football Clubs (EFC). Er ist seit 2011
Präsident von Paris Saint-Germain sowie im Vorstand des Sport- und
Unterhaltungsnetzwerks beIN. Al-Khelaifi ließ allerdings bereits mitteilen, dass er kein Interesse hat, Infantino an der Fifaspitze nachzufolgen.
